Rückerstattungsrichtlinie (B2B)

Diese Richtlinie beschreibt Voraussetzungen, Verfahren und Fristen für Rückzahlungen bei von Praezink erbrachten Dienstleistungen. Sie gilt ausschließlich für Verträge mit Unternehmern (§ 14 BGB). Ergänzend gelten unsere AGB (/terms). Im Widerspruchsfall haben individuelle Vertragsabreden Vorrang.

1. Geltungsbereich & Begriffe

Kunde ist der Vertragspartner in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen Tätigkeit. Leistungen sind die in Angebot/Auftragsbestätigung beschriebenen Tätigkeiten und Ergebnisse (Pakete „Sprint“, „System“, laufende Begleitung „Scale“ sowie „Vor-Ort-Audit“).

2. Widerruf

Ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht im B2B-Geschäft grundsätzlich nicht. Sollte ausnahmsweise ein Vertrag mit einem Verbraucher (§ 13 BGB) zustande kommen, gelten die gesetzlichen Regeln (§§ 312g, 355 BGB). Bei Dienstleistungen erlischt ein Widerrufsrecht, wenn Praezink die Leistung vollständig erbracht hat und der Verbraucher zuvor ausdrücklich zugestimmt und Kenntnis vom Erlöschen bestätigt hat (§ 356 Abs. 4 BGB).

3. Rückerstattungstatbestände

  • Vorauszahlungen ohne Leistung: Wurde eine Anzahlung geleistet und noch keine Leistung erbracht, wird die Anzahlung vollständig erstattet, abzüglich nachweisbarer, vereinbarter Vorbereitungskosten.
  • Teilweise Leistungserbringung: Bei Abbruch durch den Kunden werden erbrachte Teilleistungen anteilig berechnet; unverbrauchte Anteile eines Pauschalpreises werden erstattet.
  • Nichtlieferung durch Praezink: Kann Praezink vereinbarte Leistungen ohne rechtfertigenden Grund nicht erbringen, werden betroffene Vergütungsanteile erstattet; weitergehende Ansprüche richten sich nach Recht.
  • Doppelzahlungen/Überzahlungen: Werden vollständig erstattet.
  • Reisekosten: Bereits angefallene, nicht stornierbare Drittaufwendungen sind nicht erstattungsfähig.
  • Force Majeure: Bei höherer Gewalt werden Termine angepasst; nicht leistbare Anteile werden nicht berechnet, Anzahlungen anteilig erstattet.

4. Paket-spezifische Regelungen

  • Sprint: Stornierung ≥ 7 Kalendertage vor Start: 100% Erstattung der Anzahlung; < 7 Tage: 50%; nach Start: anteilige Berechnung entsprechend erbrachter Arbeitsergebnisse und reservierter Kapazität (mind. 30%).
  • System: Stornierung ≥ 14 Kalendertage vor Start: 100%; < 14 Tage: 60%; nach Start: pro rata temporis, mind. die bis zum Abbruch erbrachten und nachweislich reservierten Leistungen.
  • Scale: Kündigungsfrist 30 Tage zum Monatsende nach Mindestlaufzeit. Nicht genutzte, bereits im Voraus bezahlte Monate nach Wirksamwerden der Kündigung werden erstattet.
  • Vor-Ort-Audit: Umbuchung ≥ 5 Werktage vor Termin ohne Kosten; bei späterer Umbuchung oder Absage werden nicht stornierbare Reise-/Drittkosten berechnet.

5. Berechnung & Beispiele

Rückzahlungen orientieren sich am Verhältnis erbrachter zu vereinbarter Leistung sowie an nachweislich reservierten Kapazitäten. Beispiel: Paketpreis 14.800 €, Abbruch nach 5 von 12 Wochen bei dokumentierter Abnahme von 40% der Ergebnisse ⇒ berechneter Anteil 40% (= 5.920 €) zzgl. nachweisbarer Drittaufwände; Rest wird erstattet.

6. Ausschlüsse

  • Erstattungen für bereits erbrachte Leistungen sind ausgeschlossen.
  • Drittleistungen (z. B. Tools, Lizenzen, Reise) sind nur erstattbar, wenn Erstattung des Anbieters erfolgt.
  • Steuern, Gebühren, Währungsdifferenzen sind nicht erstattungsfähig.

7. Verfahren & Fristen

  • Antrag: Schriftlich per E-Mail an praezink@gmail.com unter Angabe von Auftrag, Gründen und gewünschter Abhilfe.
  • Prüfung: Praezink bestätigt den Eingang binnen 2 Werktagen und teilt binnen 10 Werktagen Ergebnis und Berechnung mit (sofern alle Informationen vorliegen).
  • Auszahlung: Rückzahlungen erfolgen binnen 14 Tagen nach Einigung auf das Kundenkonto der ursprünglichen Zahlung.
  • Nachweise: Leistungsnachweise, Kapazitätsreservierungen und Drittbelege werden auf Wunsch vorgelegt.

8. Beanstandungen & Streitbeilegung

Beide Parteien streben eine gütliche Lösung an. Unbeschadet gesetzlicher Rechte ist der Gerichtsstand Berlin, sofern der Kunde Kaufmann ist. Es gilt deutsches Recht. Rechte wegen Mängeln und Schäden richten sich nach Vertrag und Gesetz.